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Guten Appetit
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Ich saß in einem kleinen Strandrestaurant. Vor mir stand ein Glas eisgekühlter Cola, ich nahm einen Schluck und stelle seufzend das Glas vor mir hin. Eine Kellnerin trat heran. „Darf ich ihre Bestellung aufnehmen?“ Sie zückte eifrig ihren Block und einen Stummelbleistift. Ich bestellte eine Portion Pommes. Dann verschwand sie wieder. Es dauerte nicht lange, da kam die Kellnerin zurück. „Hui!“, freute ich mich, „da kommt mein Essen angelaufen.“ Die gute Kellnerin stellte den dampfenden Teller vor mich hin und schaute mich mit einem geübten „Mundwinkel nach oben für die Urlauber“ Lächeln an.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit“ Dann verschwand sie wieder im Inneren des Restaurants. Zufrieden begann ich zu kauen und beobachte die Urlauber.


Jemand trat auf mich zu. „´tschuldigung?“ Der Mann, der vor mir stand, vielleicht 45 Jahre alt, lächelte mich an. „Was?“ fragte ich. Der Mann war eindeutig ein Tourist und als Einheimischer eines Urlaubsortes konnte ich den Störenfried von Natur aus nicht leiden. Der Mann räusperte sich. „Wiss´n se wo ich ´nen Strandkorb mieten kann?“ Ich verneinte und kaute gemütlich weiter. „Komm auch net von hier!“ Ein misstrauischer Blick folgte, doch dann besann sich der Gute doch seiner Manieren und meinte „Tja, dann. ´tschuldigung die Störung“ Mit einem letzten Blick auf die Pommes wandte er sich ab und quetschte ein „Guten Appetit“ aus seinen Kehlkopf heraus. Dann verschwand er in der Menge. Endlich wieder alleine, soweit ich das an einer überfüllten Promenade behaupten kann, mümmelte ich weiter an meinen Pommes.


Dann war ich fertig und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht, als ein gemeiner Schatten vor mir auftauchte. Eine lärmende Familie mit Kinderwagen behauptet Anspruch auf diesen Tisch zu haben. Mit einem wütenden Blick erklärte ich, dass ich am essen sei. Das Baby weinte fürchterlich, ein jeder beobachtete plötzlich meinen Tisch.

Bitte junger Mann!“, deklamierte der Familienvater, „Ihr Teller ist leer!“ Ich schüttelte den Kopf und rief zum Trotz die Kellnerin. Zum Entsetzen der Familie, bestellte ich noch eine weitere Portion Pommes. Wütend starrten alle mich schweigend an. Sogar das Baby hielt für einen Moment seinen kleinen Mund und starrte mich vorwurfsvoll an. Dann riss die Mutter den Kinderwagen herum und tauchte in der Menschenmasse unter. „Tja, dann mal guten Appetit!“ schnauzte der Vater und folgte seiner Frau. Und ich konnte endlich wieder die Sonne genießen. Die Pommes ließ ich stehen. Aus Prinzip.


Nachdem ich genug Sonne getankt hatte, stand ich auf und wanderte die Promenade entlang um mir noch ein saftiges Eis zu holen. Die Schlange vor der Diele war verdammt lang, mein braunes Haar klebte an der Stirn. Plötzlich bemerkte ich, das der Familienvater von gerade nur einige Menschen vor mir stand. Grinsend lächelte ich ihm zu. Der drehte sich um und plötzlich hörte ich überall ein flüstern. Verwirrt ging ich weiter, bis ich schließlich an der Theke stand. „Eine Kugel Lemon, bitte!“ Der Verkäufer lächelte mich bitter süß an und nahm eine Waffeltüte. „Ist leider alle!“ Verwirrt blickte ich die verschiedenen Eissorten durch. Lemon Eis war noch zu haben! „Ok, dann Zitrone... bitte!“ Wieder lächelte der Verkäufer. „Auch alle!“ Wütend drehte ich mich um. Der Familienvater lächelte mich an und hielt seine Eistüte hoch. Mit Zitroneneis. Irgendwie begann es mir zu dämmern und ich drehte mich beschämt um. Mit gesenktem Kopf ging ich zu dem Familienvater und flüsterte ein „Guten Appetit“ bevor ich in der Menge verschwand. Der Familienvater aber lächelte dem Eisverkäufer schelmisch zu. Dann verschwand auch er.










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